Wie ich fast mehrere tausend Dollar verlor

Ich habe ja nun schon ein paar Mal meinen Frust an Envato hier am Blog ausgelassen. Unter anderem z.B. hier oder hier oder hier. Nun ist wieder etwas passiert, was mich fast um mehrere Tausend Dollar gebracht hätte.

Was passiert ist, steht in diesem Blogpost.

Zu aller erst wieder die Info: Diese Blogposts entsteht aufgrund des „Dokumentieren, nicht kreieren“-Mantras von Russell Brunson, der in seinem Buch darüber schrieb, wie man es anwenden kann, um an mehr Traffic zu kommen.

Und wieder die Volumenlizenzen

Im letzten Artikel schrieb ich darüber, wie ungewöhnlich schwierig es ist, bei Envato Volumenlizenzen zu verkaufen. Im Grunde kann man sagen, dass das eigentlich gar nicht geht. Denn dem Entwickler werden da schon einige Steine in den Weg geworfen:

  • Einen Paketpreis gibt es nicht.
  • Auch die Lizenztypen sind nicht für den Kauf mehrerer Lizenzen ausgelegt.
  • Man kann keine Gutscheine oder Ähnliches ausstellen.
  • Damit man einem Kunden einen guten Preis anbieten kann, muss man für alle Kunden den Preis senken.
  • Der Kunde muss ein Produkt hundertfach in den Warenkorb legen, wenn er mehrere Hundert Lizenzen kaufen will (es gibt kein simples Dropdown oder gar ein Freifeld, in das man etwa die Anzahl der Lizenzen eintragen könnte).

Schon irgendwie …. krass. Um es glimpflich auszudrücken. Warum gibt es diese Standardmäßigen Funktionen nicht bei Envato? Meine Vermutung ist, dass sie deren Envato-Elements bewerben wollen. Denn es bekommt auf allen Seiten (CodeCanyon, ThemeForest, etc.) einen prominenten Platz ganz oben als Banner.

Naja… wie schon einmal erwähnt: CodeCanyon ist deren Plattform. Die können machen, was sie wollen. Ich kann es akzeptieren oder nicht. Was allerdings letzte Woche passiert ist, ist eine irre Geschichte:

Konto gesperrt. Geld zurück. Lizenzen futsch.

Wie bereits im letzten Artikel erwähnt, hat ein Kunde anklingeln lassen, mehrere hundert Lizenzen kaufen zu wollen. Der Preis lagt bei 30$, also habe ich den Preis reduziert. Kurze Zeit darauf hat das Unternehmen auch gekauft. Vorerst 100 Lizenzen. Bei mir gab es einen großen Ausschlag in der Grafik, die CodeCanyon den Autoren bereitstellt. Ungefähr 15 Minuten später waren die Verkäufe alle wieder weg.

Damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Anscheinend war es für Envato so ungewöhnlich, dass jemand 100 Lizenzen kauft, dass sie doch glatt (wahrscheinlich automatisch) den Account meines Kunden gesperrt haben. Erst einen Tag später war dieser Wiederhergestellt. Das Geld wurde dem Kunden zwar zurück überwiesen, was erklärt, warum die Verkäufe bei mir dann auch wieder verschwunden waren, aber die Käufe waren dadurch natürlich auch weg.

Und auch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Envato bat den Kunden, den Kauf via Paypal abzuwickeln. Ich weiß nicht genau, warum die Zahlung nicht klappt. Vermutlich wurde per Kreditkarte bezahlt. Augenscheinlich ist Envato gar nicht fähig, eine solche Zahlung überhaupt anzunehmen.

Wer bei Envato an Agenturen verkaufen will, dem kann ich leider nur raten: tut das bitte nicht! Es geht einfach nicht! Vielleicht ist die Zielgruppe bei Envato ja auch eine andere: Autoren, die nur ein kleines Zubrot verdienen wollen. Denn für größere Geschäfte scheint es sich nicht zu eignen.

Wie dem auch sei. Die ganze Story hat wohl ein Happy End. Aber auch nur, weil mein Kunde sehr ehrgeizig war und nicht klein beigegeben hat. Die ersten Batch-Käufe sind gerade bei mir eingetrudelt. Bin gespannt, wie es weiter geht.

Ich bin echt froh, solch ehrliche und tolle Kunden zu haben. Es lohnt sich echt für euch weiter am Ball zu bleiben! Hier mein digitales High-Five für euch:

Wie geht’s weiter?

Hoffentlich hat mein Frust mit Envato nun mal ein Ende. Dann kann ich mich nämlich wieder an die Arbeit machen. Ich plane noch diese Woche ein Update auf Version 2.24.0 und dem initialen ACF-Support! Wohoo!